Umweltschutz ist unser Anliegen

Themen:
Was bedeutet: Umweltschutz?
nachwachsende Rohstoffe
Recycling

Was bedeutet Umweltschutz?

Wir schützen unsere Umwelt, indem wir
umweltschonende Projekte fördern
z.B. heimische Forstwirtschaft mit heimischen Hölzern in Mischkultur nutzen
Ressourcen schonen, das bedeutet
- unnötige Prozesse vermeiden, das spart Energie und Rohstoffe
- unnötige Transporte vermeiden
- fossile Rohstoffe meiden
- nachwachsende Rohstoffe bevorzugen
Recycling wertvoller Produkte / Materialien
Müll vermeiden

Was bedeutet das für uns? Was können wir tun? Ich möchte dazu im Hinblick auf die am häufigsten eingesetzten Bürsten-Körper Stellung nehmen.

Kehrwalzen und Tellerbesen werden mit Holz- oder Kunststoffkörpern gefertigt, wobei Holz bekanntlich ein nachwachsender Rohstoff ist und die Kunststoffkörper aus hochwertigen Recycling-Kunststoffen hergestellt und mehrfach bestückt werden.

Nachwachsende Rohstoffe: Beispiel Holzkörper

Die Holzkörper werden aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt. Die Holzkörper der Kehrwalzen z. B. werden aus Buchenholz aus der Region hergestellt. In unserer Firma werden die ganzen Stämme angeliefert, zu Brettern zersägt und diese mindestens zwei Jahre getrocknet.

Hier möchte ich kurz anmerken, daß der Orkan Lothar am 26.12.1999 (obwohl gerade diese Region sehr stark von Windbruch betroffen war) wenig Buchen auf den Markt geworfen hat.
Nach dem Trocknen werden aus den Brettern die Walzenkörper gefertigt. Die dabei anfallenden Holzabfälle werden CO2-neutral thermisch verwertet und dienen der Heizung und Warmwasserbereitung in der Firma.
Nach dem Abkehren der Borsten sind die Holzkörper CO2-neutral thermisch verwertbar oder nach Entborstung kompostierbar, was allerdings bisher zu aufwändig und damit zu teuer ist.

Recycling: Beispiel Kunststoffkörper

Die Kunststoffkörper werden mehrfach bestückt, wobei ein großes Engagement aller beteiligten Personen erforderlich ist, damit das System der Wiederbestückung funktioniert.
Die Körper der Tellerbesen werden aus Recycling-Kunststoff hergestellt. So werden die wertvollen Erdölresourcen geschont.
Nach dem Abkehren der Borsten muss der Kunde die Bürsten sammeln und zur Abholung bereitstellen. So können unsere Außendienstmitarbeiter bei einer Lieferung die abgekehrten Bürsten mitnehmen, haben also unsere Lieferfahrzeuge auf dem Heimweg nicht für andere Frachten frei.
Hier in Kappelrodeck werden die Bürsten nach Tellerbesen und Kehrwalzen sortiert und die Borsten aus den Körpern gezogen. Dafür wurden in der firmeneigenen Schlosserei eigens Maschinen konstruiert. Die entborsteten Körper werden anschließend gereinigt, nach der Körpernummer sortiert und zur Wiederbestückung bereitgelegt.

Ein System, an dem so viele Menschen beteiligt sind, beherbergt natürlich auch Probleme. Das größte Problem, mit dem wir als Hersteller im Augenblick kämpfen, ist der Schwund der Bürstenkörper. Werden zum Beispiel 50 Tellerbesen der Nummer x von einem Kunden bestellt, so werden zunächst 50 Tellerbesenkörper hergestellt, bestückt und ausgeliefert. Bei der nächsten Bestellung sind noch keine abgekehrten Besen zurückgekommen, es werden also weitere 50 Tellerbesen hergestellt und ausgeliefert. Beim Kunden sollten jetzt abgekehrte Besen zur Abholung bereitliegen. Dies sind normalerweise natürlich nicht 50 Stück, da die Kehrmaschine mit Tellerbesen im Einsatz ist und einige Besen als Reserve lagern.

Nehmen wir also an, es liegen 15 Stück zur Abholung bereit. Hier stellen wir uns die Frage: Warum nur so wenig? Bei der folgenden Bestellung müssen nochmals 35 Tellerbesen hergestellt werden, um auf die Liefermenge von 50 Stück zu kommen. Dieses Mal stehen bei der Lieferung 27 Besen zur Abholung bereit. Für die nächste Lieferung müssen dann noch einmal 22 Stück hergestellt werden.
Bisher wurden also 157 Tellerbesen hergestellt. Davon sind insgesamt 42 zur Wiederbestückung zurückgekommen. Dieses sind regulär vorkommende Werte, die keine Ausreißer in irgendeiner Richtung darstellen.
Wir wundern uns darüber, dass wenig Tellerbesen in die Firma zurückkommen und trösten uns damit, dass dies ganz normale Anlaufschwierigkeiten sind. Hält dieser Zustand aber über Jahre an, so fragen wir uns, was mit den abgekehrten Besen geschieht. Wohin verschwinden sie? Landen sie im Müll? Lagern irgendwo gewaltige Mengen? Stiehlt jemand?
Das Problem von altersschwachen Bürstenkörpern ist bei uns äußerst selten, da voher die Körper dem Schwund zum Opfer fallen. Trotzdem werden gut laufende Körper im Durchschnitt 6-mal bestückt. Können wir alle gemeinsam mit dieser Recyclingquote zufrieden sein?
Auch bei der Nutzung von Recycling-Kunststoff ist zu bedenken, daß Erdöl ein fossiler und damit in den für uns überschaubaren Zeiträumen unwiederbringlicher Rohstoff ist. Auch bei schonendem Verbrauch findet ein Verbrauch statt. Hier ist zu überlegen, ob der Einsatz von Erdöl wirklich notwendig ist, oder durch andere Rohstoffe ersetzt werden kann.

Fazit

Spätestens wenn es an die Entsorgung geht, sind die Kunststoffe eindeutig der problematischere Müll. Die Lagerung auf Deponien ist ab dem Jahr 2005 nicht mehr genehmigt, also müssen die Produkte verbrannt werden. Damit werden die Erdölprodukte unwiederbringlich zerstört.

Copyright © Piassavawerke Hermann Wimmer e.K.
zuletzt geändert am: 06.06.2008